Lions-Jahrhundertwald Vorarlberg

Nachhaltigkeit, die Wurzeln schlägt 

2017 starteten die 10 Vorarlberger Lions-Clubs anlässlich des 100-jährigen Bestehens von Lions International das Projekt „Lions-Jahrhundertwald“. Die Idee stammte von der 2024 verstorbenen Vorarlberger Lions-Regionsleiterin Irmi Sachs-Ritter: In jeder Region mit einem Lions-Club sollten Bäume dort gepflanzt werden, wo sie ökologisch sinnvoll sind – zur Stabilisierung von Schutzwäldern, zur Wiederaufforstung geschädigter Flächen und zur Stärkung regionaler Lebensräume. 

Seither wurden in Vorarlberg rund 18.000 Bäume gesetzt: unter anderem in Schruns, Blons, Ebnit, Götzis, Andelsbuch, Feldkirch, Gaißau, Hohenems und zuletzt in Bregenz. Die Pflanzungen erfolgten in Zusammenarbeit mit der Wildbach- und Lawinenverbauung, Gemeinden, Forstfachleuten und regionalen Partnern. Gepflanzt wurden standortgerechte Mischwälder mit Baumarten wie Buche, Ahorn, Eiche, Sommerlinde, Fichte, Hainbuche, Rosskastanie und Spitzahorn. 

Der Lions-Jahrhundertwald zeigt, wie Nachhaltigkeit praktisch wird: Schutzwälder werden stabilisiert, Biodiversität gefördert, Quellgebiete gesichert, im Fall von Bregenz ehemalige Parkflächen entsiegelt, Hitzeinseln reduziert und urbane Grünräume gestärkt. Gleichzeitig bindet das Projekt Kinder, Gemeinden und lokale Verantwortungsträger ein – als sichtbares Zeichen dafür, dass Klimaschutz, Naturschutz und Gemeinwohl nur gemeinsam wirksam werden. 

Mit dem finalen Lionswäldchen in Bregenz wurde das landesweite Projekt abgeschlossen. 25 ausgesuchte Bäume ergänzen dort ein größeres städtisches Grünkonzept mit 320 Bäumen und 3.200 Sträuchern. Die Idee wurde mit dem Jakob-Mennel-Zukunftspreis 2024 der Landeshauptstadt Bregenz ausgezeichnet. 

Der Lions-Jahrhundertwald ist eine erfolgreiche Pflanzaktion und ein Vorarlberger Beispiel dafür, wie Lions-Nachhaltigkeit konkret, langfristig und regional verankert umgesetzt werden kann.