Lions Nachhaltigkeitspreis

2019

Der Lions Nachhaltigkeitspreis 2019 ist entschieden

Der LIONS Nachhaltigkeits Preis 2019 / Region Steiermark: Die Preisträger

1. Projekt: Plattform Asylwerber Leoben (2.000 €) eingereicht vom LC Leoben Göss (Univ.-Prof. Dr. Rupert Baumgartner)

Die „Plattform Asylwerber Leoben“ wurde in Folge der Flüchtlingswelle 2015 gegründet und ist eine Gruppe von Freiwilligen, die sich ehrenamtlich für die in Privatunterkünften in Leoben untergebrachten AsylwerberInnen engagiert. Die Idee zur Gründung dieser Initiative stammte von einem der Quartiergeber und erfolgte unter tatkräftiger Unterstützung von der Pfarre Leoben-Donawitz durch Pastoralassistentin Borka Simunic und Frau Dr. Erika Augustin. Die Plattform Asylwerber Leoben steht für Respekt, Weltoffenheit und ein wertschätzendes Miteinander und versteht sich als ein Bindeglied zur Leobener Bevölkerung.

Mittlerweile arbeiten ehrenamtlich rund 120 Personen – organisiert in 7 Arbeitsgruppen (Wohnen & Gesundheit, Arbeit, Bildung, Freizeit, Soziales & Integration, Öffentlichkeitsarbeit) und engagieren sich, um die AsylwerberInnen in ihrem Integrationsprozess ein Stück weit zu begleiten.

So werden z.B. Asylwerber bei Wohnanliegen zu unterstützt, die Verteilung von Kleider- und Lebensmittelspenden werden organisiert, Arzttermine vereinbart, Beschäftigungsmöglichkeiten in Zusammenarbeit mit dem AMS, dem BFI, der Stadtgemeinde Leoben und dem Verein ZEBRA und Unternehmen in der Region gesucht. Deutschkurse werden organisiert und bei der Unterbringung von Kindern in Kinderbetreuungseinrichtungen und Schulen wird geholfen, Freizeitaktivitäten, Ausflüge, Informationsveranstaltungen (Mülltrennung, Verkehrsschulung, Erste Hilfe-Kurse etc.) werden organisiert, Hilfestellung bei Kontakten mit Behörden gehört ebenfalls dazu.

Bewertung:
Dem Verein „Plattform Asylwerber Leoben“ hat über mehrere Jahre hinweg mit rd. 120 ehrenamtlichen Mitarbeitern beispielgebend in der Region Leoben in vorbildlicher Zusammenarbeit mit staatlichen und kirchlichen Einrichtungen sich um Integration von Flüchtlingen engagiert. Das eingereichte Projekt erfüllt die Kriterien der Ehrenamtlichkeit, des Miteinanders der Generationen und Kulturen.

Wir gratulieren der Gründungsmitglied des Vereins „Plattform Asylwerber Leoben“

Frau Dr. Erika Augustin und Frau Borka Simunic Pastoralassistentin in der Pfarre Leoben Donawitz zur Auszeichnung mit dem Lions Nachhaltigkeitspreis 2019. Unser Dank gilt auch dem Lions Club Leoben Göss, der bereits zum 5 Mal erfolgreich ein Projekt zum Lions NH-Preis eingereicht hat.

2. Projekt: „Lions Allee mit Generationenspielplatz in Graz Liebenau“ (Preisgeld: 1.000 €) eingereicht von LC Graz-Forum & LC Graz Schlossberg

Die Fläche über dem Grazer Südgürtels – die Verbindung zwischen dem Verteilerkreis Webling bis zum St.-Peter-Gürtel wurde im Bereich des Bezirkes Liebenau mit einer Unterführung realisiert, wo die darüberliegende Fläche im Ausmaß von rd. 50.000 m2 als Erholungsraum der Bevölkerung gewidmet wurde.
Mit dem Liebenauer Park, wurde ein „Grüner Bogen“ vom Liebenauer Gürtel zur Puntigamer Brücke gespannt, der nunmehr der Bevölkerung für Freizeit- und Sportmöglichkeiten zur Verfügung steht. Der neue öffentliche Grünraum lädt als Fläche zum Erholen, Kommunizieren und Wohlfühlen ein.
Anlässlich des 100 Jahr Jubiläums von Lions Clubs International wurde im Jahr 2016 von den beiden Grazer Lions Clubs – Graz Forum und Graz Schloßberg – das Baumpatenprojekt „Lions Allee – 100 Bäume für 100 Jahre Lions Clubs International“ gestartet. Bei der offiziellen Parkeröffnung am 23. Okt. 2017 waren es mehr als 140 Bäume, die über das Baumpatenprojekt der Lions gespendet wurden.
Zusätzlich zur „Grünraumspende“ haben sich die Grazer Lions bei der Errichtung eines Lions-Generationenspielplatzes eingebracht. Bei der Auswahl der Spielgeräte wurde darauf geachtet, dass auch ältere Menschen und Personen mit besonderen Bedürfnissen gemeinsam mit spielenden Kindern diese Einrichtungen nützen können.
In Absprache mit Kindergärten in der näheren Umgebung des Liebenauer Parks, wurde der Ankauf der Spielgeräte, dazu zählen eine Nestschaukel, eine Rollstuhlwippe und einem rollstuhltauglichen Integrationskarussell abgestimmt.
Durch die aktive, ehrenamtliche Mitwirkung der LIONS bei der Aufbringung der Finanzierung (80.000 €) und an der Parkgestaltung wurde ein barrierefreier Zugang zu den behindertengerechten Spielgeräten erwirkt.
So setzen die Lions in Graz ein bleibendes, nachhaltiges Zeichen im Stadtbild der Gemeinde. Durch dieses Projekt hat die Stadt Graz, die Stadt der Menschrechte, nun auch einen großzügigen Ort an dem Jung und Alt, mit und ohne besonderen Bedürfnissen, ein gemeinsames, friedliches Miteinander erleben und erlernen können.

Bewertung:
Dieses Projekt ist ein Vermächtnis der Grazer Lions an die Landeshauptstadt Graz und bezüglich der Mittelaufbringung von 80.000 € ein respektables Ergebnis an ehrenamtlichen Engagements.
Die Jury hat die Errichtung des Generationenspielparks mit der Auswahl der Spielgeräte überzeugt, wo es möglich ist, dass sich Alt und Jung und auch Menschen mit und ohne besonderen Bedürfnissen gemeinsam spielerisch zusammenfinden können.
Dieses Projekt ist auf Dauerhaftigkeit ausgerichtet, wurde durch ehrenamtliches Engagement der Lions finanziert und fördert das Verständnis zwischen Generationen und Kulturen. Es erfüllt somit alle drei Kriterien des Lions-Nachhaltigkeitspreises.

Wir gratulieren den im Jubiläumsjahr (2016 – 2017) verantwortlichen Projektverantwortlichen Herrn Dr. Franz Paukovitsch, Präsident des Lions Club Graz Forum und Herrn Dr. Klaus Hasenhütl, Projektleiter im Lions Club Graz Schlossberg zur Auszeichnung mit dem Lions NH-Preis 2019.
Als Anerkennung für den Beitrag der Grazer Lions hat der Gemeinderat der Landeshauptstadt Graz in seiner Sitzung am 20. September 2018 den Beschluss gefasst, im Liebenauer Park einen Weg entlang der gespendeten Bäume als „Lions Allee“ offiziell im Grazer Stadtplan auszuweisen.

3. Projekt: „BeGS–Begegnungszentrum Graz Süd“ (Preisgeld: 1.000 €) eingereicht von LC Graz-Panthera

Im Jahr 2014 wurde der Verein BeGS gegründet. Er dient als Plattform zur Begegnung von Menschen unterschiedlichen Alters sowie verschiedener kultureller, nationaler und sozialer Herkunft. Angeboten werden Veranstaltungen zum Kulturaustausch und Deutschkurse, Sportaktivitäten, Elternbegleitung, Lernbetreuung, Mentoring-Projekte, Tabletkurse für Senior/innen und intergeneratives Lernen.
Motto: ältere Menschen lernen von jüngeren und umgekehrt.
Drei Mal pro Woche gibt es am Nachmittag im BeGS Nachhilfeunterricht. Dabei stehen ehrenamtliche (pensionierte) PädagogInnen und Studierende zur Verfügung. Eltern und Kinder aus verschiedenen Nationen und Kulturen finden im BeGS einen Platz, aber auch österreichische Familien wissen das Lerncenter zu schätzen. Asylwerber erhalten in gemischten Gruppen (Frauen und Männer) zweimal pro Woche unentgeltlich Deutschkurse, die von sechs pensionierten AHS Lehrerinnen ehrenamtlich geleitet werden.
Um jungen Frauen mit kleinen, noch nicht kindergarten-pflichtigen Kindern eine Chance zum Besuch eines Deutschkurses zu geben, steht für die Kurszeit zweimal pro Woche eine Kinderbetreuerin zu Verfügung.
Über das Projekt „Mischmasch“, einer Kooperation mit dem Institut für Soziologie der Universität Graz, treffen ehrenamtliche inländische Mentorinnen regelmäßig Absolventinnen der Sprachkurse zum Plaudern, zu Spaziergängen, sowie zur Unterstützung bei Amtswegen oder zu Arztbesuchen. Das BeGS bringt ÖsterreicherInnen und ZuwanderInnen zusammen.
Der LC Graz Panthera unterstützt innerhalb des BeGS die Projekte Lerncenter und Deutschkurse samt Kinderbetreuung und will insbesondere Frauen dadurch fördern, indem für die Kinderbetreuung in der Zeit der Deutschkurse gesorgt ist.

Bewertung:
Das Begegnungszentrum Graz Süd leistet für Asylwerberinnen aber auch für österreichische Familien mit ehrenamtlichen Mitarbeitern durch unentgeltliche Deutschkurse und Nachhilfeunterricht einen wesentlichen Beitrag zur Integration von Flüchtlingsfamilien und sozial schwache Familien im Bereich der Landeshauptstadt Graz.
Die Damen des Lions Club Graz Panthera unterstützen mit ihren Charities finanziell die Organisationsarbeit beim Projekt Lerncenter und bei den Deutschkursen und bringen sich auch persönlich ehrenamtlich bei Veranstaltungen ein.

Wir gratulieren der Geschäftsführerin des Begegnungszentrums Graz Süd Frau Dagmar Nöst und den Mitgliedern des Lions Clubs Graz Panthera Charlotte Auer, Anneliese Legat, Gudrun Winter und Ulrike Wolf zur Auszeichnung mit dem Lions NH-Preis 2019.

 

Der LIONS Nachhaltigkeits Preis 2019 / Region Oberösterreich: Die Preisträger

Projekt 1: Demenz – Wissen macht Schule (2.000 €) eingereicht vom LC Dachstein Welterbe

130.000 Menschen leiden in Österreich an Demenz. Experten prognostizieren eine Verdoppelung der Patienten bis 2030. Schon bald wird jede Familie in Österreich unmittelbar von dieser Thematik betroffen sein.
Felicitas Zehetner aus Bad Ischl, gründete aufgrund der Erkrankung ihres Mannes 1995 die erste Selbsthilfegruppe für Angehörige für Menschen mit Demenz. Nach dem Tod ihres Gatten wurde 1997 der gemeinnützige – überparteiliche und nicht auf Gewinn ausgerichtete Verein MAS (Morbus Alzheimer Syndrom) gegründet. In ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit war Felicitas Zehetner die spezielle Ausbildung für die Begleitung demenzkranker Personen ein besonderes Anliegen. Mit dem schon mehrere Jahre laufenden Projekt „Urlaub mit Alzheimerpatienten“ bietet der Verein MAS in Bad Ischl einen zweiwöchigen Therapie- und Förderaufenthalt für Paare an.
Und da kommt jetzt die höhere Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe in Bad Ischl ins Spiel. Die HLW Bad Ischl und die MAS Alzheimerhilfe haben sich bereits vor 11 Jahren zu einer langfristig angelegten Kooperation zusammengefunden, die auf ein „Lernen für das Leben“ ausgelegt ist. Die Schüler werden inhaltlich an das Thema „Demenz“ herangeführt. Ein Gedächtnisparcours in Bad Ischl wurde konzipiert und umgesetzt und ist heute kostenlos und frei zugänglich. Alle Generationen können an 7 Stationen Bewegung, Konzentration, Kurzzeitgedächtnis, Langzeitgedächtnis, Logik & Rechnen, Wahrnehmung und Wortfindung testen.

Schülerinnen und Schüler der 2. und 3. Klassen der HLW Bad Ischl – Fachrichtung „Sozialmanagement“ unterstützen jeweils in 2er Teams einzelne Patienten als Begleitpersonen beim täglichen Sparziergang mit Bewegungs- und Gedächtnistraining im Rahmen des Alzheimer-Aufenthalts. Sie werden von der Schule freigestellt und können 2 bis 3 Mal einen Halbtag lang in das Projekt einbringen.
Das ehrenamtliche Engagement der Schülerinnen und Schüler in der Kooperation mit dem Verein MAS ist eine wertvolle Stütze, denn diese kostenlose Hilfe entlastet den Kostenaufwand für Paare, die am Alzheimerurlaub teilnehmen. Durch den konkreten Umgang mit Patienten lernen Schülerinnen und Schüler eine wertschätzende Kommunikation die darauf abzielt, dass Betroffene nicht auf den Verlust ihrer kognitiven Fähigkeiten und auf ihr Krankheitsbild reduziert werden, sondern als Persönlichkeiten angenommen werden.

Bewertung:
Die Integration der Schülerinnen und Schüler bei der MAS Alzheimerhilfe erfüllt das Kriterium der Interaktion zwischen Jung und Alt. Als besonders wertvoll wird die praktische Erfahrung der jugendlichen Teilnehmer gesehen, die persönliche und soziale Kompetenzen für die spätere Berufslaufbahn hinzugewinnen. Die weiteren Kriterien für die Zuerkennung des Lions Nachhaltigkeitspreises – das ehrenamtliche Engagement und die Dauerhaftigkeit des Projektes sind ebenso erfüllt.
Wir gratulieren der Obfrau des gemeinnützigen Vereins „MAS Alzheimerhilfe“ Frau Felicitas Zehetner und dem Direktor der HLW Bad Ischl, Herrn Direktor Mag. Rainer Posch zur Auszeichnung mit dem Lions Nachhaltigkeitspreis 2019.

Unser Dank gilt auch dem Lions Club Dachstein Welterbe (namentlich dem Präsidenten Karl Glas und Mag. Kurt Eckel als Sekretär) die erfolgreich das Projekt zum Lions NH-Preis eingereicht haben.

Projekt 2: „Betreuerinnen-Cafe“ (Preisgeld: 1.000 €) eingereicht von LC Kirchdorf Ambra

Die Zahlen der demografischen Entwicklung zeigen, dass der Anteil der älteren Menschen in unserer Gesellschaft stark zunimmt. Die Geburtenzahlen stagnieren, die Lebenserwartung steigt. Unseres Staatswesens setzt für eine eigene finanzielle Absicherung im Alter eine möglichst durchgängige Erwerbstätigkeit voraus. Hinzu kommt, dass sich die Familienstrukturen drastisch verändern, der Trend geht weg vom Familienverband in Richtung Single-Haushalt.

Das sind Gründe dafür, dass sich eine Kluft zwischen betreuungsbedürftigen und betreuungswilligen Personen immer weiter auftut. Weil die Mehrheit der pflegebedürftigen Menschen gerne zu Hause betreut und gepflegt werden wollen, ist die Nachfrage nach flexiblen Betreuungsleistungen steigend.

Laut WKO gab es Ende 2016 ca. 70.000 Personenbetreuer und Betreuerinnen in Österreich, die in den betroffenen Haushalten 2 bis 4 Wochen abwechselnd mit leben und dann wieder alternierend zu ihren eigenen Familien nach Rumänien, Slowakei oder Tschechien zurückkehren.

Christine Aigner, Marilies Eckhart und Ingrid Sitter haben sich in ihrem eignen Pfarrgebiet Leonstein umgesehen um zu erfahren, wie viele Personenbetreuerinnen hier arbeiten und wie es diesem Personenkreis dabei geht, die ja selbst auch meist Mütter und Ehefrauen sind.

  • Das Ziel mit der im April 2016 gestarteten Initiative „Betreuerinnen Cafe“ war es, diese Frauen in der Pfarre / Gemeine willkommen zu heißen und ihre Arbeit wertzuschätzen, denn diese Frauen
    Verlassen ihre eigenen Familien, um nach langer Anreise ihren Tätigkeiten in den Haushalten mit pflegebedürftigen Personen nachzukommen
  • Oft sind ihre Deutschkenntnisse nicht gut, aber viele möchten unsere Sprache schnell erlernen
  • Sie finden verschiedene Situationen vor, die oft schwierig für sie sein können, wenn sie zwischen den Angehörigen und den Wünschen der pflegebedürftigen Person stehen
  • Die ständige Verfügbarkeit über den gesamten Turnus von 2, 4 oder 5 Wochen ist eine große Belastung, besonders im Pflegebereich ist eine alternative Umgebung für die psychische Gesundheit der Pflegenden wichtig
  • Viele Krankheitsbilder überfordern die Professionalität der Frauen, die meist keine entsprechende Ausbildung haben.

Mit dem Betreuerinnen Cafe sollen

  • Begegnung und Austausch ermöglicht werden
  • Fachliche Informationen weitergegeben werden
  • Bei sprachlichen Hürden geholfen werden
  • Innerhalb der Pfarre sich einander menschlich und wertschätzend begegnet werden
  • Mit Humor und Gastfreundschaft eine kurze Zeit der Entspannung geboten werden
  • Frauensolidarität gelebt werden – wo man z.B. auch Gebräuche und Rezepte aus anderen Ländern kennen lernt
  • Und auch aktiv Friedensarbeit geleistet wird.

2017 erfolgte die Erweiterung der Einladungen auf die Gemeinde Molln. Im zeitlichen Abstand von 3 bis 4 Wochen finden die Treffen mit bis zu 15 Teilnehmerinnen statt.

Bewertung:
Das Engagement der drei Frauen aus der Pfarre Leonstein entspricht den Ausschreibungskriterien den Lions Nachhaltigkeitspreises hinsichtlich ehrenamtliche Tätigkeit, ist mit der bisherigen Performance als dauerhaft zu bewerten und bewirkt positive Effekte für das Verständnis zwischen den Generationen und Kulturen.
Wir gratulieren Frau Ingrid Sitter, Christine Aigner, Marilies Eckhart zur Auszeichnung mit dem Lions NH-Preis 2019 und danken Karin Schmidlehner, der Präsidentin des Lions Club Ambra Kirchdorf für die erfolgreiche Projekteinreichung.

Projekt 3: „Kinder.Leben in Unterach“ (Preisgeld: 1.000 €) eingereicht vom Verein Taki-Pacha

Zitat Nelson Mandela:
“Education is the most important weapon which you can use to change the world”

Dieses Projekt wurde von außen – also nicht über einen Lions Club – sondern von dem 2017 gegründeten Verein „Taki-Paqcha“ ingebracht, was uns freut, zeigt es doch auf, dass die Ausschreibung zum Lions NH-Preis auch außerhalb der Lions Zirkeln wahrgenommen wird.

„Taki Pacha“ ist Quechua (Ketschua, zählt zu den indigenen Sprachvarietäten), das bedeutet auf Spanisch „sonidos de la tierra“ und zu Deutsch „Klänge der Erde“. Den Mensch wieder zu erden, stärker mit sich selbst, mit anderen und der Natur in Verbindung zu bringen. Weltenverbindend. Gemeinsames stärkend. Das große Ganze im Blick. Mit Lust und Freude am kreativen Schaffen. Begegnen – begeistern – bewegen.
Begegnung über Kunst und Kultur. Taki Pacha verwirklicht kreative Projekte und Workshops für Groß und Klein. Über Musik, Malerei, Tanz, Theater, Handwerk, Sagen und Erzählungen verbinden sich Menschen meist auf eine ganz besondere Weise.
Mit Begeisterung ins Leben. Durch kreative Aktivitäten sollen Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenswelt begleitet und unterstützt werden. Ziel ist es, die Begegnung zwischen Menschen zu fördern und das Gemeinwesen, die Community, lebendiger und interagierender zu gestalten.
Menschen in Bewegung bringen. Taki Pacha setzt Projekte und Workshops durch Zusammenarbeit mit Gemeinden, Vereinen, private Institutionen, Initiativen und Bildungseinrichtungen in Österreich und auch in Kolumbien um. Mit Hilfe von Spenden werden gleichartige Projekte auch in Kolumbien umgesetzt.
Kinder gestalten Gemeinde mit – unter diesem Motto wurde in er Gemeinde Unterach am Attersee im Rahmen eines Lokalen Agenda 21 Bürgerbeteilungs-prozesses ein Projekt gestartet, um Kinder und Jugendliche stärker in die Ortsentwicklung miteinzubeziehen. Den Kindern Gehör zu verschaffen und ihre Anregungen, Ideen, Sichtweisen zum Leben im Ort sichtbar zu machen.
Gemeinsam mit dem Lehrerinnen-Team der UNESCO Volksschule Unterach wurden 5 kreative Schulworkshops organisiert, gemeinsame Ortserkundungstouren durchgeführt, emotionale Landkarten mit Wohlfühl- und Angst-Orten der Kinder erstellt. Beim 1. Unteracher Kinderforum haben 53 Volksschüler aller Klassen ihre Ideen für ein schönes Leben in Unterach der Öffentlichkeit präsentiert.

Und die Kinder haben überzeugt. Erwachsene unterstützen als Projektpaten die Umsetzung von 5 ausgewählten Anliegen der Kinder. So soll ein Ortsplan mit Lieblingsspielplätzen aus Kindersicht entstehen, eine Verschönerung des Parkplatzes im Freizeitgelände soll erfolgen, Ideen für eine Renovierung eines alten Hauses am Hauptplatz, Vorschläge zur Entschärfung gefährlicher Kreuzungen an der Bundesstraße soll nachgegangen werden. Wichtig war den Kindern auch noch eine längere Rutsche in den Attersee.
Die positiven Erfahrungen aus dem Pilot-Projekt „Kinder.Leben in Unterach“ sollen dazu führen, Kinder und Jugendliche hinkünftig stärker in die Ortsentwicklung miteinzubeziehen und ihnen entsprechendes Gehör zu verschaffen. Frau Direktor Silvia Aumayr von der Volksschule Unterach hat zugesichert, das Kinderforum in einem regelmäßigen Zyklus zu wiederholen.

Bewertung:
Es handelt sich bei „Kinder.Leben in Unterach“ um ein innovatives Schulprojekt mit ehrenamtlichen zivilgesellschaftlichen Engagement und positiven Effekten für das Verständnis zwischen Generationen und weist wirkungsbezogen die geforderte gewisse Dauerhaftigkeit auf.

Wir gratulieren den Projektentwicklern Julia Soriat-Castrillon und William Castrillon zu diesem Erfolg und zur Auszeichnung mit dem Lions NH-Preis 2019 und freuen uns, dass auch Frau Direktor Silvia Aumair von der VS Unterach heute zu uns gekommen ist.

Die Gewinnerinnen und Gewinner des Nachhaltigkeitspreises 2019 aus der Steiermark mit Distrikt Governor Johann Wieser (2.v.r.) und dem Begründer, 2. Vizegovernor Willi Himmel (dritter von links).


Alle Gewinnerinnen und Gewinner des Nachhaltigkeitspreises 2019 mit Landesrat Rudi Anschober (re) Distrikt Governor Mitte Albert Ettmayer, daneben, und 1. Vizegovernor Willi Himmel (li). April 2019


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